Grube Georg
Die Grube Georg befand sich östlich der Ortslage von Riestedt im ertragreichen Ackertal, unweit des historischen Eisleber Weges und der im Jahr 1825 neu errichteten Halle-Kasseler Chaussee. Der Abbau konzentrierte sich in diesem Feldabschnitt primär auf das mächtige 3. Kohlenflöz der Lagerstätte, da das erste und zweite Flöz in der Mulde geologisch kaum reichhaltig genug für den industriellen Abbau waren. Auf der Grube Georg brach im Jahr 1850 jedoch ein schwerer Grubenbrand aus. Um das Feuer zu ersticken, musste die dortige Dampfmaschine abgeschaltet werden, wodurch der gesamte Grubenbau absichtlich unter Wasser gesetzt wurde. Um den Kohlebedarf (Debit) dennoch zu decken, wurde die Grube Georg vorübergehend stillgelegt und der Abbau massiv auf das Feld der St. Johannesgrube verlagert.