Dorf Kaltenborn

Die Entwicklung von Kaltenborn nach 1525

Um den Niedergang nach den Verwüstungen des Bauernkrieges von 1525 auszugleichen, gestattete Herzog Georg dem Kloster 1526 offiziell, ein „neues Dorf anzurichten und zu bauen“ (in späteren Registern als Neu-Caldenborn bezeichnet). Dennoch verfiel die Anlage in den folgenden Jahren weiter.

Kurfürst August von Sachsen veräußerte das Klosterareal sowie die wüsten Kaltenborner Laßgüter schließlich schrittweise:

  • 1573: Caspar Tryller erwirkte die Gunst des Kurfürsten und erhielt die wüsten Laßgüter Schnappersrode und Eichenborn bei Riestedt und Emseloh samt drei halben Hufen Land als erbliches Eigentum geschenkt.
  • 1575: Hauptmann Benno Pflug kaufte den Klostergarten zusammen mit dem verbliebenen alten Gemäuer und den Teichen.
  • 1593: Caspar Tryller erwarb auch das von Valentin Fuchs gegründete Gut Emseloh und er vereinte diese Besitzungen. Daraus gingen die Kaltenborner Schäferei und schließlich das Rittergut Kaltenborn hervor – Kaltenborn existierte fortan nicht mehr als reguläre Dorfgemeinschaft, sondern als adliges Gut.

Das Gut Emseloh überließ Tryller 1617 nebst der Marokartsmühle und weiteren Ackerflächen für 40.000 Gulden dem Kurfürsten, behielt es jedoch bis zu seinem Tod im Jahr 1625 auf Lebenszeit.

Im 19. Jahrhundert wird Kaltenborn schließlich als ein nach Emseloh gepfarrtes Rittergut mit etwa 14 Häusern und 75 bis 80 Einwohnern beschrieben.

Kaltenborn